Da sind die Wendländer anders

 

„Die Bundesregierung verzichtet dafür auf eine Verlängerung der sogenannten Veränderungssperre für den Salzstock in Niedersachsen.“

Klingt zunächst nicht weiter aufregend, was da über die Nachrichten kam. Und da es nicht so wichtig scheint, erschien die Meldung auch irgendwo im Nirgendwo.

Dass das die davon unmittelbar Betroffenen anders werten, zeigt ein Mahnmal in der Nähe von Lüchow, aufgenommen heute, am 6. März 2017.

Das Symbol „Gorleben“ für die Auseinandersetzungen über die Zukunft der Energiegewinnung aus Kernspaltung schien seine Aussagekraft mit dem Atomaussieg verloren zu haben. Zu einem Atomaussieg, der keiner sein kann, wenn rings um Deutschland herum weiterhin AKWs  gebaut und teils höchst marode Kraftwerke betrieben werden. Ein Ausstieg, der jederzeit durch eine neue Regierung widerrufen werden kann.

Die besorgten Menschen aus dem Wendland, andernorts hält sich die Besorgnis in beängstigenden Grenzen, haben erkannt, dass neben einem ganz sicher erneut eintretenden Unfall im Fukushima-Format  die Frage nach der Endlagerung nicht ansatzweise beantwortet worden ist. Aus einem ganz einfachen Grund: Es gibt keine Antwort. Es gibt nach heutigem Stand der Wissenschaft keine Möglichkeit, den menschheitsgefährdenden Dreck loszuwerden.

Und so kommt die Politik wieder einmal auf die absurde Idee, den auf Jahrtausende strahlenden Müll zu verstecken und folgenden Generationen aufzubürden, was bereits heute in der Asse kaum zu leisten ist.

Fazit: Ich befürchte, dass wir uns haben einlullen lassen, dass wir die Gefahr, in der wir uns alle befinden, nicht erkennen wollen.

Da sind die Wendländer anders …. gut, dass es sie gibt.

 

Photo Michael Falke

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