Nicht ärgern, nicht einmal mehr wundern!

Irgendwie hat man sich an den Anblick gewöhnt. Das Gelände um Glas- und Kleidersammelbehälter wird gerne als Entlastung für die überquellende Mülltonne daheim genutzt, bisweilen auch als günstige Quelle zur Ergänzung des eigenen Schuh- und Kleiderbestandes.Kleidersammlung
Der Anblick der aufgebrochenen Container an der Albrecht-Thaer- Straße in Uelzen lässt aber auch einen anderen Schluss zu: Könnte es sein, dass hier ein konkurrierendes Unternehmen, das sich mit dem Sammeln und dem Verkauf von gebrauchter Bekleidung eine goldene Nase holen will, für diese Verwüstung gesorgt hat? Dem es in diesem Falle nicht genügte, die Behälter einfach nur zu klauen, was auch durchaus vorkommt?
Vermutlich werden wir die Antwort nicht erfahren.
Aber wir müssen wohl oder übel zur Kenntnis nehmen, dass ein Teil der Menschen meint, sich nicht an Regeln halten zu müssen. Sei es, indem geklaut, beschädigt oder gemüllt wird.
Was tun? Ich würde keine Einschränkung meiner bürgerlichen Freiheitsrechte darin sehen, wenn die Sammelstellen videoüberwacht werden würden. Die Möglichkeit, als Müll-Frevler erkannt zu werden, könnte vom Frevel abhalten … die Gefahr, erwischt zu werden, ist halt immer noch die beste Prävention.
Und, so sehr ich die Glassammeltonnen befürworte, so sehr lehne ich das Sammeln von Kleidung auf diesem Wege ab. Wer Gutes tun will, findet bessere Möglichkeiten, so IDA in Uelzen. Auf diese Weise kann man sicher sein, dass die abgelegten Klamotten nicht den schmählichen  Gesetzen des hemmungslosen Strebens nach materiellem Gewinn unterworfen sind, dass die gespendeten Sachen bei denen ankommen, die sie bitter nötig haben.
Apropos Gewinn: Ich vermute mal, dass auch die Stadt Uelzen durch Vermietung der Stellplätze daran beteiligt ist … und damit indirekt auch für den Müll verantwortlich ist.

 

Photo Michael Falke

 

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