So einfach geht das ….

wir halbieren unseren Fleischkonsum und die im Galopp auf uns zukommende Klimakatastrophe wäre vielleicht noch abzuwenden. Nicht der einzige Gewinn, den wir davon hätten:

Unser Unsummen fressendes Gesundheitssystem wäre wieder bezahlbar, da die Hälfte der Zivilisationskrankheiten wegfiele. Der gesündere Mensch ist sicherlich nicht ganz im Sinne der Pharmakonzerne, die sich dann nur noch dumm statt wie bisher dumm und dämlich an den Volkskrankheiten verdienen. Aber die Frage, inwieweit Gesundheit überhaupt in private Hände gehört, ist so oder so zu prüfen, Pfründe sind abzubauen.

Auch das tagtägliche und von der Mehrheit der Menschen gebilligte Quälen der Tiere könnte auf diese Weise verringert und am Ende sogar beendet werden. Die Massentierhaltung gehört zu den übelsten Sünden, mit denen wir uns an der Natur vergehen.

Damit nicht genug: Eines der ganz großen Probleme unserer Zeit könnte gelöst werden. Hunger als Fluchtursache entfiele, wenn wir nicht ständig wertvolle Nahrungsmittel an unsere Fleischlieferanten verschwenden würden. Ein weiterer Fluchtgrund wäre nicht mehr gegeben: Kriege.

Es ließen sich noch viele Argumente gegen den Fleisch-Verzehr-Wahn aufführen … fangen wir mit einem an und tun etwas für unsere Gesundheit.

So einfach ginge das …. wenn der Mensch als angeblich vernunftbegabtes Wesen ein klein wenig über den morgigen Tag hinausschauen würde.

Je mehr, desto besser!

Oder warum ein Toaster Sinnbild für den falschen Weg sein kann.

Ein Spruch, der mich als Verfechter der Aussage „Weniger ist mehr“ aufhorchen lässt. Mehr von was, mehr für wen? In vom Konsumterror geprägten Lebensbereichen ganz sicher nicht zutreffend. Eher im ideellen … „Je mehr Frieden, desto besser geht es den Mensch … oder je mehr Gerechtigkeit, desto…“ passt.
Zurück zum Konsumismus: Allein die Tatsache, dass fast alle Parteien dem erdvernichtenden Wirtschaftswachstumswahn verfallen sind, belegt, dass das rücksichtslose Plündern auch der letzten Ressourcen der Erde zumindest gebilligt wird. Wichtig ist nur, dass die Wähler bei der Stange bleiben. Da darf man sie beim Tanz um das Goldene Kalb „Ich bin, was ich verbrauche“ nicht stören. Und selbst zeichnen sich unsere Volksvertreter auch nicht durch Bescheidenheit aus. Da fließt viel Geld in die Partei-Säckel, da scheint es auch nicht wichtig, von wem das Geld kommt. Natürlich ohne Verpflichtung zu irgendwelchen Gegenleistungen gegenüber der so selbstlos spendenden Industrie. Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt.

Auch der gutwillige Leser stellt sich spätestens jetzt die Frage, was das mit einem Toaster zu tun haben könnte. Viel!
In Deutschland leben circa 16 Millionen Menschen in Einpersonenhaushalten. Sicherlich werden nicht all diese Menschen jeden Morgen den Toaster anwerfen. Aber die Zahl dürfe gewaltig sein. Und sie benutzen zum größten Teil für eine Scheibe Geräte mit zwei Schlitzen, da es auf dem Markt nur solche gibt. Jedenfalls habe ich noch keinen mit nur einem Schlitz entdeckt.
Kurzum, so banal das Beispiel eines Toasters für Material- und Energieverschwendung sein mag, so zeigt es doch, dass Einsparpotenziale nicht genutzt werden. Warum das so ist? Es ist von Politik und Industrie nicht gewollt. Es lebe das Bruttosozialprodukt, es lebe der materille Gewinn.

Der Ausweg ist letztlich einfach zu gehen: Der Gesetzgeber kann der Industrie auferlegen, stromsparende Modelle anzubieten.
Und wenn der Gesetzgeber meint, hier nicht handeln zu müssen, dann muss er halt ausgetauscht werden.

Ich freue mich auf die kommende Bundestagswahl!

Bild Michael Falke