Beste Kanzlerin, die Deutschland jemals hatte!

Ganz sicherlich unbestreitbar, logisch. Ein wenig ernsthaftere Anerkennung muss ich ihr zollen, wenn ich sehe, wem sie die Hand schüttelt, schütteln muss. Macht sie so, wie ich es von einer diplomatisch agierenden Politikerin erwarte. Noch mehr Größe bewies sie, als ihr der Handschlag des angeblich mächtigsten Mannes der Welt verweigert wurde. Hut ab!

Und wenn ich dann der Meinung wäre, dass ihre sonstige Politik geeignet ist, die gewaltigen Probleme dieser Erde zu lösen, dann würde ich mich zufrieden zurücklehnen und ihrer Aussage vertrauen: „Wir schaffen das!“

Falsch, wir schaffen es nicht! Jedenfalls nicht so.

Die Politik aller kapitalismushörigen Länder, zu denen auch viele der auf Marx und Lenin schwörenden zählen, hat immer den eigenen Vorteil im Sinn. Erst wenn dieser gesichert ist, wird der Gemeinsinn heraufbeschworen, das verlogene Deckchen, das zur Tarnung über den eigenen Egoismus geworfen wird … das Prinzip, auf dem der nur scheinbar gegebene Erfolg der Europäischen Union aufgebaut ist. Die Schwäche, an der die Union zugrunde gehen wird.

Der Händedruckverweigerer, der leider die Chance, der US-Präsident mit der kürzesten Amtszeit zu werden, verstreichen ließ, handelt genau in diesem Sinne. So wie die meisten Staatenlenkerinnen und Staatenlenker auch.

Er unterscheidet sich lediglich darin von den anderen, dass er es nicht so gut kaschieren kann.

 

 

Bild Michael Falke

 

Da sind die Wendländer anders

 

„Die Bundesregierung verzichtet dafür auf eine Verlängerung der sogenannten Veränderungssperre für den Salzstock in Niedersachsen.“

Klingt zunächst nicht weiter aufregend, was da über die Nachrichten kam. Und da es nicht so wichtig scheint, erschien die Meldung auch irgendwo im Nirgendwo.

Dass das die davon unmittelbar Betroffenen anders werten, zeigt ein Mahnmal in der Nähe von Lüchow, aufgenommen heute, am 6. März 2017.

Das Symbol „Gorleben“ für die Auseinandersetzungen über die Zukunft der Energiegewinnung aus Kernspaltung schien seine Aussagekraft mit dem Atomaussieg verloren zu haben. Zu einem Atomaussieg, der keiner sein kann, wenn rings um Deutschland herum weiterhin AKWs  gebaut und teils höchst marode Kraftwerke betrieben werden. Ein Ausstieg, der jederzeit durch eine neue Regierung widerrufen werden kann.

Die besorgten Menschen aus dem Wendland, andernorts hält sich die Besorgnis in beängstigenden Grenzen, haben erkannt, dass neben einem ganz sicher erneut eintretenden Unfall im Fukushima-Format  die Frage nach der Endlagerung nicht ansatzweise beantwortet worden ist. Aus einem ganz einfachen Grund: Es gibt keine Antwort. Es gibt nach heutigem Stand der Wissenschaft keine Möglichkeit, den menschheitsgefährdenden Dreck loszuwerden.

Und so kommt die Politik wieder einmal auf die absurde Idee, den auf Jahrtausende strahlenden Müll zu verstecken und folgenden Generationen aufzubürden, was bereits heute in der Asse kaum zu leisten ist.

Fazit: Ich befürchte, dass wir uns haben einlullen lassen, dass wir die Gefahr, in der wir uns alle befinden, nicht erkennen wollen.

Da sind die Wendländer anders …. gut, dass es sie gibt.

 

Photo Michael Falke

Heiße Sommer, milde Winter

mögen, kurz gedacht, einen Vorteil darstellen. Natürlich -ganz zeitgemäß- nur einen materiellen, da man die Heizung runterdrehen kann. Und da es zu einer der merkwürdigsten menschlichen Eigenschaften gehört, nach Ursachen zumindest dann nicht zu fragen, wenn die Antwort unangenehm oder gar mit der Notwendigkeit einer grundlegenden Verhaltensänderung verbunden sein könnte, unterlässt man es lieber, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.

Gibt ja auch Erfreuliches zur Klimaänderung zu berichten: Weniger vereiste Straßen, weniger Einsatz von Salz zur Glatteisbekämpfung.

Milde Winter waren auch schon zu Zeiten, da unsere Äcker nicht durch Unkrautvernichtungsmittel in Ödland verwandelt wurden, ein Graus. Teile der Ernten wurden durch Mäuse mit der Folge weggefressen, dass es regelmäßig zu Hungersnöten kam. Monsanto & Co. sei dank, die Mäuse haben den Lebensraum Acker verlassen. Recht klug von ihnen, weniger klug von den Menschen, die essen, was dort unter Zugabe von Gift und Dünger wäschst.

Andere Tierchen lassen sich nicht auf diese Weise vertreiben. Der Eichenprozessionsspinner fühlt sich in unseren noch nicht vergifteten Wäldern sauwohl, es folgen weitere Tierarten wie Mücken, die sich im erwärmenden Norden immer heimischer fühlen und uns so manche Krankheit bringen, die bisher nur im Süden wütete.

Dass es dazu kommen konnte, ist Werk von Menschenhand. Dass wir nichts Ernsthaftes dagegen unternehmen, ist menschentypisch … nur die unmittelbar bevorstehende Gefahr, nur die Gefahr die wir sehen und spüren, bewegt uns zu einem Umdenken, zu einem Handeln.

Wenn wir allerdings diesen Zeitpunkt erreicht haben, dann dürfte es für eine Umkehr zu spät sein.
Das intelligenteste Wesen auf dieser (noch) großartigen Erde geht an seiner Dummheit zugrunde.

 

 

Photo Michael Falke

 

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten und …

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist dagegen, das auch das deutsche Volk repräsentierende EU-Parlament ist deutlich dafür.
CETA befindet sich nach Wegräumen der Straßburger Hürden auf der Zielgeraden und ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Unbewohnbarkeit der Erde ist getan. Ein Trostpflaster nach dem USA-Korb. Aber der freie Handel mit Kanada, einem Land, das Tag für Tag seine traumhaft schöne und noch vor kurzer Zeit unberührte Natur vergewaltigt, ist auch was wert. Nebenbei: Der Handel war auch vor CETA frei, nun aber darf er hemmungslos betrieben werden.

Man mag sich damit beruhigen lassen, dass die Schiedsgerichte nicht zum Zuge kommen und Standards der Beteiligten erhalten bleiben sollen. Mag sein.
Kritischer sehe ich allerdings, dass das (von wem wohl?) hochgelobte mit dem Inkrafttreten von CETA erwartete Wirtschaftswachstum nichts weiter bedeutet, als dass der Missbrauch der Ressourcen der Erde vorangetrieben wird und der Planet auf sein Ende für die Menschheit zusteuert … Hat schon einen Sinn, dass der Mars erforscht wird.

Über CETA wird über kurz oder nicht ganz so kurz niemand mehr reden. Die selbstzerstörerischen Kräfte, die die Menschheit in den letzten zweihundert Jahren entwickelt hat, brauchen keine Freihandelsabkommen für die Vollendung ihres Werks. Nur die Frage, wie es dazu kommt, ist noch nicht zu beantworten: Ein weiteres Fukushima? Land unter in Ländern, die nach Abtauen des Grönlandeises nicht mehr bewohnbar sein werden? Oder nach altbewährtem Rezept, Meinungsverschiedenheiten und wirtschaftliche Interessen mit Kriegen zu klären und durchzusetzen?

Vermutlich wird es eine grausame Mischung sein, die die Menschheit bedroht und vielleicht sogar vernichtet. Zuvor werden Völkerwanderungen, gegen die Flüchtlingsströme der vergangenen Jahre wie Betriebsausflüge erscheinen, Probleme bisher nicht bekannten Ausmaßes bringen.

Es liegt an uns, diese zu bewältigen. Heute. Friedlich. In Achtung vor allen Menschen dieser wunderbaren Erde. Unter Schaffung einer neuen Werteordnung.

 

 

Bild Michael Falke

Die Laienspielgruppe Deutschland präsentiert eine weitere Folge der Bundes-Novela

Ein Stück aus dem Tollhaus

Arbeitstitel der Folge: Ausbau des Schutzwalls um Europa.

Neben der Stammbesatzung Merkel und Erdogan soll nunmehr auch Beji Caid Essebsi in das Ensemble aufgenommen werden. Oberhaupt von Tunesien, das sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass niemand genau weiß, wer in diesem Land das Sagen hat.

Was die im Land tobenden machtversessenen Kampfverbände nicht daran hindert, bevorzugt die Menschen zu terrorisieren, gegen die der Schutzwall gerichtet ist. Klar, sobald ein Abkommen mit wem auch immer in Tunesien unterzeichnet ist, wird es zum sicheren Herkunftsland erklärt und die Flüchtlinge werden wie Menschen behandelt.

Wer`s glaubt, wird selig.

Wir sind im Wahljahr und, nachdem es Totgesagte tatsächlich wagen, frohen Mutes das Kanzleramt anzustreben, es muss um jeden Preis vermieden werden, dass sich ein von Großherzigkeit geprägtes Jahr 2015 auch nur ansatzweise wiederholt. Natürlich sind wir weiterhin bereit, die Willkommenskultur in Ehren zu halten; jeder Mensch in Not kann in Deutschland sicher leben.

Bleibt die Frage, wer „wir“ sind: Ganz sicher die vielen tausend ehrenamtlichen Helfer, die versuchen, die braunen Schatten, die über Deutschland liegen, wegzuwischen. Aber ganz sicher nicht die, die Europa und insbesondere Deutschland vor der drohenden Islamisierung mit dem alsdann sicheren Untergang retten wollen. Und dazu gehören auch nicht jene, die sich auf christliche Werte berufen und gleichzeitig Verträge mit Regierungen schließen, die Mitverursacher der Völkerwanderungen sind …

Fast vergessen, Deutschland gehört dazu.

Foto Michael Falke

 

Wer da glaubt, die Gefahr sei mit dem geplanten Ausstieg Deutschlands erledigt, der irrt

Daher lautet das Gebot der Stunde:

Energie einsparen
Effizienz steigern
Erneuerbare Energien nutzen

Eine europäische Energiewende kann nur ohne Kohle und Atom gelingen. Davon bin ich überzeugt und setze mich deshalb für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Erforschung von alternativen Energien ein.

Ich bin immer wieder entsetzt darüber, wie insbesondere die großen Energiekonzerne ihre Forderungen durchsetzen wollen. Im Februar dieses Jahres z. B. hat die Europäische Kommission Vorschläge für eine europäische Energieunion vorgestellt. Ein brisanter Inhalt: Die Kommission will noch in diesem Jahr ein neues Atomprogramm auflegen, um die „technologische Führungsrolle im Bereich der Atomenergie“ zu behaupten. Da hat meiner Meinung nach die Atomlobby ganze Arbeit geleistet.

Ein weiteres Beispiel: Im Dezember 2014 hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rund 2.000 Projekte vorgestellt, die sich um die Gelder aus dem 315 Milliarden schweren Investitionsprogramm bewerben. Neun europäische Staaten haben insgesamt 100 Milliarden Euro als Investitionszuschüsse für Atomkraftwerke beantragt. Es ist ein absolut dreistes Verhalten, für eine völlig veraltete, hochgefährliche und hochsubventionierte Technologie zusätzlich noch EU-Gelder beanspruchen zu wollen.

Vorrang für Erneuerbare Energien

Wir brauchen einen absoluten Vorrang für die Förderung dezentraler Erneuerbarer Energien und entsprechender Speichertechnologien. Dazu benötigen wir ein massives, auf fünf Jahre konzentriertes Förderprogramm zum Energieeinsparen in allen Bereichen (öffentliche Gebäude, Industrie, Gewerbe, private Haushalte, Verkehr). Zusammengefasst heißt das: Energie einsparen, Effizienz steigern und Erneuerbare Energien nutzen. Keiner der Erneuerbaren Energieträger sollte dabei bevorzugt werden; vielmehr muss ein ausgeklügeltes und effizientes Netz aus den verschiedenen Energieträgern geknüpft werden.

Die ÖDP will die Stromerzeugung in kleinen und mittelgroßen Anlagen in Bürgerhand. Das macht den Strom sicherer, auf Dauer billiger und beteiligt die Bürger am Gewinn. Schon heute senkt der Solarstrom den Preis an der Strombörse um mehr als 1 ct/kWh. Leider wird davon nichts an die Verbraucher weitergegeben.

Wollte man wirklich auf Erneuerbare Energien umstellen, müsste sichergestellt werden, dass auch dann ausreichend Strom zur Verfügung steht, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht. Dazu müsste man Biomasse-Kraftwerke (für Abfallholz, Bio-Abfälle usw., aber nicht Mais) bauen und außerdem mit dem überschüssigen Strom an sonnigen und windreichen Tagen Gas erzeugen, das in sehr großer Menge gespeichert und bei Bedarf wieder zu Strom gemacht werden kann.
Energiewende

Mittel- und langfristig gibt es keine Alternative zu einer umfassenden
Wende hin zu Erneuerbaren Energien – sowohl für Deutschland, Europa und weltweit.

Eine umfassende Energiewende hat Strom, Wärme und Verkehr im Blick. Sie setzt nicht allein auf Erzeugung aus erneuerbaren Quellen, sondern auch auf effiziente Nutzung und auf Verzicht auf unnötigen Verbrauch. Die ÖDP hält eine europäische Energieversorgung zu 100 % aus erneuerbaren Quellen für möglich und notwendig.

Konkret fordert die ÖDP

Beendigung des Euratom-Vertrages und unverzüglichen EU-weiten Atomausstieg.

Volle Haftpflicht der Betreiber von Atomkraftwerken für alle Risiken und für die sichere Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle in der gesamten EU.

EU-weite Regelung einer Mindestbesteuerung aller Primärenergieträger.

Schaffung eines Erneuerbare-Energien-Vertrages und Förderung Erneuerbarer Energien.

Forcierte Entwicklung umweltverträglicher, effizienter Speichertechnologien.

Verbot von Fracking und vergleichbar umweltschädlichen Fördermaßnahmen.

Verbot der künstlichen Speicherung von CO2 im Boden.

 

Quelle http://klaus-buchner.eu/europaeische-energiewende/

Bild Michael Falke (aufgenommen im Landkreis Lüchow-Dannenberg)

So einfach geht das ….

wir halbieren unseren Fleischkonsum und die im Galopp auf uns zukommende Klimakatastrophe wäre vielleicht noch abzuwenden. Nicht der einzige Gewinn, den wir davon hätten:

Unser Unsummen fressendes Gesundheitssystem wäre wieder bezahlbar, da die Hälfte der Zivilisationskrankheiten wegfiele. Der gesündere Mensch ist sicherlich nicht ganz im Sinne der Pharmakonzerne, die sich dann nur noch dumm statt wie bisher dumm und dämlich an den Volkskrankheiten verdienen. Aber die Frage, inwieweit Gesundheit überhaupt in private Hände gehört, ist so oder so zu prüfen, Pfründe sind abzubauen.

Auch das tagtägliche und von der Mehrheit der Menschen gebilligte Quälen der Tiere könnte auf diese Weise verringert und am Ende sogar beendet werden. Die Massentierhaltung gehört zu den übelsten Sünden, mit denen wir uns an der Natur vergehen.

Damit nicht genug: Eines der ganz großen Probleme unserer Zeit könnte gelöst werden. Hunger als Fluchtursache entfiele, wenn wir nicht ständig wertvolle Nahrungsmittel an unsere Fleischlieferanten verschwenden würden. Ein weiterer Fluchtgrund wäre nicht mehr gegeben: Kriege.

Es ließen sich noch viele Argumente gegen den Fleisch-Verzehr-Wahn aufführen … fangen wir mit einem an und tun etwas für unsere Gesundheit.

So einfach ginge das …. wenn der Mensch als angeblich vernunftbegabtes Wesen ein klein wenig über den morgigen Tag hinausschauen würde.

Am Morgen ein Joint und der Tag ist Dein Freund …..

JointWenn man den Wettlauf einiger Parteien und Politiker um die Freigabe von Cannabis betrachtet, könnte man auf die Idee kommen, dass es nicht darum geht, den Tag zum Freund zu machen, sondern darum, Freundschaften mit potenziellen Wählern zu schließen, um sie zu buhlen.

Die Meinung der ÖDP zu diesem problematischen Thema ist klar

„Die Freigabe von so genannten weichen Drogen lehnen wir ab.“

und wäre nicht weiter diskussionswürdig, wenn da nicht die normative Kraft des Faktischen wäre, wenn da nicht das Kiffen alltägliche Gewohnheit vieler Jugendlicher und auch Erwachsener wäre, wenn da nicht die Gefahr bestünde, Justiz und Polizei mit der Verfolgung des Marihuana-Missbrauchs zu überschwemmen und eine Generation Vorbestrafter zu schaffen.

Um nicht missverstanden zu werden: Joint und Freundschaft passen nicht zusammen. Cannabis ist, wie der Missbrauch von Alkohol auch, eine Form der Flucht aus dem Alltag, eine vielfach gesundheitsschädigende, Tod bringende.
Aber es muss ein Weg gefunden werden, den Konsumenten aus dem Bereich der Kriminalität herauszuholen und gleichzeitig klar zu machen, dass Rauschmittel immer der falsche Weg sind, dass der Gewinn immer nur ein scheinbarer ist, für den in der einen oder anderen Form irgendwann immer bezahlt werden muss.

Wir kommen nicht daran vorbei, uns dieser Diskussion zu stellen … aber nicht, um Wähler zu gewinnen, sondern um einen gehbaren Weg zu finden, der der Sache und den Betroffenen gerecht wird.

Michael Falke

Bild Michael Falke

Je mehr, desto besser!

Oder warum ein Toaster Sinnbild für den falschen Weg sein kann.

Ein Spruch, der mich als Verfechter der Aussage „Weniger ist mehr“ aufhorchen lässt. Mehr von was, mehr für wen? In vom Konsumterror geprägten Lebensbereichen ganz sicher nicht zutreffend. Eher im ideellen … „Je mehr Frieden, desto besser geht es den Mensch … oder je mehr Gerechtigkeit, desto…“ passt.
Zurück zum Konsumismus: Allein die Tatsache, dass fast alle Parteien dem erdvernichtenden Wirtschaftswachstumswahn verfallen sind, belegt, dass das rücksichtslose Plündern auch der letzten Ressourcen der Erde zumindest gebilligt wird. Wichtig ist nur, dass die Wähler bei der Stange bleiben. Da darf man sie beim Tanz um das Goldene Kalb „Ich bin, was ich verbrauche“ nicht stören. Und selbst zeichnen sich unsere Volksvertreter auch nicht durch Bescheidenheit aus. Da fließt viel Geld in die Partei-Säckel, da scheint es auch nicht wichtig, von wem das Geld kommt. Natürlich ohne Verpflichtung zu irgendwelchen Gegenleistungen gegenüber der so selbstlos spendenden Industrie. Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt.

Auch der gutwillige Leser stellt sich spätestens jetzt die Frage, was das mit einem Toaster zu tun haben könnte. Viel!
In Deutschland leben circa 16 Millionen Menschen in Einpersonenhaushalten. Sicherlich werden nicht all diese Menschen jeden Morgen den Toaster anwerfen. Aber die Zahl dürfe gewaltig sein. Und sie benutzen zum größten Teil für eine Scheibe Geräte mit zwei Schlitzen, da es auf dem Markt nur solche gibt. Jedenfalls habe ich noch keinen mit nur einem Schlitz entdeckt.
Kurzum, so banal das Beispiel eines Toasters für Material- und Energieverschwendung sein mag, so zeigt es doch, dass Einsparpotenziale nicht genutzt werden. Warum das so ist? Es ist von Politik und Industrie nicht gewollt. Es lebe das Bruttosozialprodukt, es lebe der materille Gewinn.

Der Ausweg ist letztlich einfach zu gehen: Der Gesetzgeber kann der Industrie auferlegen, stromsparende Modelle anzubieten.
Und wenn der Gesetzgeber meint, hier nicht handeln zu müssen, dann muss er halt ausgetauscht werden.

Ich freue mich auf die kommende Bundestagswahl!

Bild Michael Falke

Man muss schon genauer hinschauen

um zu erkennen, dass vor dem Riesenschiff eine ebenfalls riesige Empfangshalle steht.

AIDA …. ein fast magischer Name, ein schwimmendes Fünf-Sterne-Hotel, ein Meisterwerk der Ingenieurs-Kunst. Der Traum unzähliger Urlauber, die gerne eine Menge Geld an Bord lassen, um einmal, vielleicht auch öfters, im Leben das zu haben, was ihnen wohl ansonsten versagt bleibt.

Und die, die dafür nicht das nötige Kleingeld aufbringen können, stehen verzückt an der aufgestauten Ems oder blicken beim Hamburger Hafengeburtstag staunend die Bordwände hoch und haben irgendwie das Gefühl, vor einem kleinen Wolkenkratzer zu stehen, Zwerge zu sein.
Ginge mir vielleicht ähnlich. Es ist schon erstaunlich, welche technischen Leistungen Menschen vollbringen können. Irgendwie gilt das aber auch für den Panzer Leopard 2 oder für das Kampfflugzeug Eurofighter.
Ich sehe da noch mehr Ähnlichkeiten. Bei allen dreien handelt es sich um gigantische Umweltverschmutzer; der Schaden, den sie anrichten, ist mit Geld nicht aufzuwiegen, sie bringen die weitere Zerstörung der Umwelt mit sich, direkt oder indirekt vielfach auch den Tod.
Nun verstehe ich die Menschen, die von einer Urlaubsreise auf einem solchen Schiff träumen. Und natürlich sind Kriegsdamen und Kriegsherren fest davon überzeugt, dass der Einsatz hochtechnischen Kriegsgeräts auch moralisch nicht zu beanstanden ist … schließlich haben ja die anderen angefangen. Es sind immer die anderen.

So gesehen werde ich nie ehrfürchtig an der Ems stehen, ich werde Panzer und Kampfflugzeuge nie als Mittel der Politik akzeptieren, ich werde hoffentlich nie meinen Glauben daran verlieren, dass es bessere Wege gibt, für eine bessere Welt einzutreten.

Und die AIDA? Es gibt andere Wege zur Erholung, auch zum Luxus, bessere. Wäre schön, wenn sich die Passagiere, wenn sie von Bord gehen, darüber ein paar mehr Gedanken machen würden.

Bild Michael Falke